Presbyterium

EmmausPresbyterNeu

 

Die Amtseinführung des 1. Presbyteriums der Ev. Emmaus-Kirchengemeinde Gelsenkirchen erfolgte im zentralen  Gottesdienst am Sonntag, dem 6. März 2016 um
10 Uhr in der Ev. Altstadtkirche.

Mehr über das neue Presbyterium im  NetzWerk, Ausgabe Frühjahr 2016, hier zum Download.

 

 



Foto Cornelia Fischer

 
Wie geht eigentlich Emmaus?

Hin und wieder taucht diese Frage in Gesprächen mit Menschen unserer Gemeinde auf. Wer macht was, ist wofür zuständig /ansprechbar, wo muss ich hin, wenn ... ?
Sooo viel hat sich mit der Vereinigung gar nicht ge-, bzw. verändert, oder doch? Okay, aus einem oder zwei Gemeindebezirken in den alten Gemeinden sind nun fünf in der neuen Großgemeinde geworden, aber nach wie vor bleibt die Zuordnung der Pfarrerinnen und Pfarrer zu „ihren“ Bezirken - und damit auch zu den Menschen - in gewohnter Weise bestehen.

Im Predigtplan ist diese Verortung an den Kirchen ablesbar und doch predigen alle Pfarrerinnen und Pfarrer auch an den anderen Predigtstätten unserer Gemeinde.

Ein Einschnitt ist sicherlich die Konzentration unserer Gemeindebüros an einem Standort, im Gemeindehaus Altstadt in der Robert-Koch-Straße 3a, mitten in der Stadt. Ein halbes Jahr haben wir diese Zusammenlegung im Pfarrteam und mit den Mitarbeitenden im Büro durch einen „Büro-Coach“ begleiten lassen, Klarheit über die Aufgabenbereiche gewonnen und Arbeitsabläufe vereinheitlicht. Das war, gemessen an den doch unterschiedlichen „Traditionen“ in den Arbeitsweisen - gerade auch der Pfarrerinnen und Pfarrer - ein durchaus komplexer Vorgang.

 

wie geht emmaus klein

Die Versammlungen in der großen Runde der  Bevollmächtigten (heißt jetzt - nach der Wahl - wieder Presbyterium), es sind insgesamt 25 Personen, werden durch die Arbeit in den Ausschüssen sehr stark unterstützt.
Diese Ausschüsse beschäftigen sich mit einzelnen Aufgabengebieten und Arbeitsbereichen unserer Gemeinde.  Da gibt es:
    Bauangelegenheiten
    Diakonie, Familienarbeit und Seelsorge
    Friedhof (der Gemeinde gehören nun zwei Friedhöfe)
    Gottesdienst und Kirchenmusik
    Kinder- und Jugendarbeit
All diese Ausschüsse arbeiten intensiv und sehr konstruktiv an ihren Fragestellungen und geben Vorschläge, Anregungen und Beschlussvorlagen in die große Runde der Bevollmächtigten, die sich monatlich trifft.

Koordiniert und vorbereitet werden die Sitzungen und das Zusammenspiel aller von unserem siebenköpfigen  „Geschäftsführenden Ausschuss“, in dem die alten Gemeinden paritätisch vertreten sind. Dort „landen“ auch alle Anfragen und Anträge, die dann an die  Ausschüsse oder direkt an das Presbyterium geleitet werden. In zweiwöchigem Rhythmus kommt diese Gruppe zusammen, wie sich auch das gesamte  große Pfarrteam (acht Pfarrerinnen und Pfarrer) in diesem Turnus trifft, um die pfarramtlichen Tätigkeiten miteinander abzustimmen. Wöchentlich gibt´s dann noch die Dienstrunde der/des Vorsitzenden mit den Kirchmeisterinnen/Kirchmeistern zur Bewältigung des alltäglichen Geschäftsbetriebs. Kommunikationszentrale ist nach wie vor das Gemeindebüro.

So „ungefähr“ geht Emmaus, ist die neue große Gemeinde immer noch dabei laufen zu lernen!
Das gelingt nur, wenn alle in ihr sie stützen, begleiten, sorgen, Wege bereiten oder zeigen, liebevoll und geduldig mit ihr, mit sich selbst sind!
Wir sind auf dem Weg, auf dem Weg nach Emmaus!


 

Der Haushalt 2018  -  ‘Ne ganz schön knappe Kiste

Werkzeug

Rund 2,7 Mio € in Einnahmen und Ausgaben beträgt der Haushalt unserer Emmaus-Kirchengemeinde Gelsenkirchen, den das Presbyterium Anfang Januar in seiner Sitzung einstimmig verabschiedet/ beschlossen hat. Eine Menge Holz, Knete, Kohle, Geld... – ganz wie Sie wollen. Allerdings beträgt die sogenannte Deckungsreserve für außerplanmäßige Ausgaben nur noch einige Tausend Euro. In den folgenden Zeilen will ich versuchen, kurz die wichtigsten Bestandteile zu erläutern und auf zukünftige Probleme hinweisen:

Ca. 1,1 Mio € kostet unser gesamter „Gemeindebetrieb“, d.h., auf ca. 630.000 € belaufen sich unsere Personalkosten (Küster- und Hausmeisterdienste, KirchenmusikerInnen, pädagogische Kräfte in der Kinder- und Jugendarbeit, Verwaltungsangestellte im Gemeindebüro, Mitarbeitende im Bereich Reinigung), ca. 150.000 € kostet die Gebäudeunterhaltung unserer vier Kirchen und ca. 100.000 € die unserer drei Gemeindehäuser, die Sachkosten in den Arbeitsbereichen Kirchenmusik, Jugend,
Verwaltung und Öffentlichkeitsarbeit betragen insgesamt ca. 90.000 €. Ungefähr 550.000 € sind in Einnahmen und Ausgaben für unsere fünf Pfarrstellen eingestellt – das Geld bekommt die Gemeinde von der Landeskirche direkt (denn diese ist für die Pfarrbesoldung zuständig) und es wird auch gleich wieder an die Landeskirche abgeführt – eine Nullsummenrechnung also. Die übrige Million „entsteht“ im Haushalt durch die Bewirtschaftung unserer Vielzahl an Immobilien (ca. 150 Wohnungen und einige Gewerbeobjekte). Dabei ist zu aber z.B. beachten, dass Erträge (nach Abzug der Kosten durch Unterhaltung und Instandsetzung) zur Hälfte an die Finanzgemeinschaft des Kirchenkreises und der Gemeinden abgeführt werden, die andere Hälfte verbleibt in unserem Haushalt. Damit wären wir auch schon bei den Einnahmen: Zum einen bekommen wir die Zuweisung je Gemeindeglied über den landeskirchlich-synodal verabschiedeten Haushalt unserer Evangelischen Kirche von Westfalen, zum anderen aus dem Finanzausgleich je Gemeindeglied im Kirchenkreis. Nicht zu vergessen sind auch die erheblichen Mittel, die über den Jugendhilfeplan der Stadt Gelsenkirchen für unsere Kinder- und Jugendarbeit an unsere Gemeinde fließen (Refinanzierung im Bereich Schalke und Rotthausen).
So weit, so gut.
Deutlich spürbar sind seit Jahren – trotz der gesamtwirtschaftlich guten Entwicklung in unserem Land – die Mehrbelastungen und „Mindereinnahmen“ die wir verzeichnet haben, momentan verzeichnen, und auch in Zukunft verzeichnen werden.
Jahr für Jahr verlieren wir ca. 300 unserer Gemeindeglieder – überwiegend dadurch, dass sie versterben (vergleichen Sie bitte mal im NetzWerk die Anzahl der Sterbefälle mit der Anzahl der Taufen). Etwas weniger Sorge machen die Austritte und Wegzüge. Doch dadurch fehlen im Haushalt unserer Gemeinde bei der Zuweisung je Gemeindeglied jedes Jahr ca. 10.000 €. Die kreissynodal beschlossene Kürzung der Zuweisung je Gemeindeglied um 1 € schlägt mit ca. 14.000 € zu Buche. Und bei Personalkosten von 630.000 € bedeuten allein 2,5 bis 3 % jährliche Tariferhöhung ebenfalls jährliche Mehrausgaben von ca. 20.000 €. In Summe müssen wir also jedes Jahr ca. 40.000 bis 45.000 € einsparen und/oder unsere Einnahmen entsprechend steigern, um einen ausgeglichenen Haushalt zu bekommen – da spricht man dann von einem
sogenannten „strukturellen Defizit“. Es gibt Einsparpotential im Bereich der Sach- und Energiekosten, und auch die Einnahmenseite kann durch Teilnehmendenbeiträge
in bestimmten Bereichen, Fundraising und Sponsering sicher und auch nicht unerheblich gestärkt werden. Wahrscheinlich aber werden alle diese Maßnahmen nicht jedes Jahr neu 40.000 € oder mehr erbringen.
Das Presbyterium wird sich auf seiner Klausurtagung im April ausgiebig mit diesen Zukunfts(zahlen)fragen beschäftigen und hier oder auch an anderer Stelle darüber berichten.

 

Freie Kollekten für 2018 festgelegt

Die Kirchenleitung der Evangelischen Kirche von Westfalen hat auf der Grundlage eines Vorschlages aus dem sogenannten Kollektenausschuss die Kollekten für dieses Jahr festgelegt.  Die Verwendung der sogenannten freien Kollekten darf jede Kirchengemeinde selbst bestimmen. Das Presbyterium hat sich in seiner Sitzung im Januar auf folgende Kollektenzwecke geeinigt:

04.02. Sexagesimae Warm durch die Nacht
18.02. Invocavit  Kindernothilfe
11.03. Lätare Arzt mobil
08.04. Quasimodogeniti Wünschewagen
13.05. Exaudi Jugendarbeit eigene Gemeinde
27.05. Trinitatis Katastrophenhilfe Diakonie
01.07. 5. Sonntag nach Trinitatis Umbau Kreuzkirche
19.08. 12. Sonntag nach Trinitatis Gelsenkirchener Tafel
30.09. 18. Sonntag nach Trinitatis Hospizvewrein Gelsenkirchen
21.10. 21. Sonntag nach Trinitatis Kindertafel Gelsenkirchen
04.11. 23. Sonntag nach Trinitatis Weihnachtsfeier für Alleinstehende
23.12. 4. Advent Frauenhaus Gelsenkirchen



 

Annette BonnaNachruf zum Tode von Annette Bonna


Über Jahrzehnte prägte Annette Bonna die Arbeit im Ev. Albert – Schweitzer – Kindergarten in Schalke. Nach einer kurzen, aber schweren Erkrankung verstarb Frau Bonna am 04.01.2018 im 59. Lebensjahr.
Vielen Menschen in Schalke, im Kindergarten, in der Kirchengemeinde und im Stadtteil war Frau Bonna als Leiterin unseres Kindergartens wohlbekannt, und sie beeindruckte durch ihre freundliche und professionelle Arbeit mit den Kindern und den Familien.
Nicht zu vergessen sind die Gottesdienste, die Frau Bonna mit ihrem Team und den Kindern in der Friedenskirche feierte, wie auch ihr Engagement bei Veranstaltungen in der Gemeinde.
Ihr plötzlicher Tod hinterlässt eine Lücke.

Als Kirchengemeinde sind wir dankbar für ihre Arbeit und für ihre Energie, die sie in unsere Gemeinde einbrachte. Wir blicken zurück auf eine erfüllte Zeit und einen langen, gemeinsamen Weg.
Unsere Gedanken sind bei ihrer Familie.

Andrea Hellmann, Pfarrerin

Abschied von Reiner Kudies

Reiner KudiesPlötzlich und unerwartet verstarb am 24. Oktober Herr Reiner Kudies.
Von 2004 an war er Presbyter und Finanzkirchmeister der Ev. Kirchengemeinde Rotthausen. Als Bevollmächtigter hat er dann die Gemeinde mit in die Vereinigung geführt. Gewissenhaft und mit großer Übersicht hat er den gemeindlichen Haushalt verwaltet. Im Fundraising-Projekt zur Restaurierung der Rotthauser Orgel und später der Rotthauser Kirche hat er maßgeblich mitgearbeitet. Ohne seinen unermüdlichen Einsatz, mit dem er um Spenden warb, wäre es nicht möglich gewesen, die schönen, neuen Register in die Orgel einzubauen. Den neuen Boden der Orgel und der Turmempore hat er zusammen mit unserem Küster Hans Kiersznowski gelegt. Die vielen Fotos, mit denen er die Details des Kirchraums vor allen Augen ausgebreitet hat, zeigen, wie sehr die Kirche ihm am Herzen lag. Auch nach dem Ausscheiden aus dem Amt des Presbyters blieb er der Gemeinde treu. Als Leiter des Roki-Cafés lernte er, die besten Kuchen zu backen, und tat alles dafür, dass die Besucher sich willkommen und gut bedient fühlten.
Mit den Erlösen aus dem Café Gutes zu tun, sie einzusetzen für gemeindliche, soziale oder ökumenische Aufgaben, war ihm wichtig, ob es dabei um die Stutenkerle ging, die an die Kinder der Nikolausfeier verteilt wurden, um die Bibeln für die Konfirmandinnen und Konfirmanden, um eine Spende für das Frauenhaus, für die Kuba-Hilfe oder für die Katastrophenhilfe der Diakonie. Dass es zur Verantwortung des Glaubens gehört, sich für andere einzusetzen, war seine Überzeugung. Wenn es sein musste, ging er dafür auch lange Wege. Wir werden ihn vermissen, sein Mitdenken und Mitreden, seine Beharrlichkeit. Möge er nun schauen, worauf er in seinem Leben vertraut hat, dass, ob wir nun leben oder sterben, wir in Gottes Liebe geborgen sind.

 

 

 

Einführung Mock

 Nachberufung zum Presbyter

 

 

 

 

Am 19. Februar 2017 ist Frank Mock im Gottesdienst in der Ev. Altstadtkirche in sein Amt eingeführt worden.
Er war am 16. Januar diesen Jahres vom Presbyterium nachberufen worden.
Er kommt für Sylvi Nordhaus-Ochs ins Presbyterium, die im vergangenen Jahr verstorben ist. Frank Mock war auch schon Mitglied im Bevollmächtigtenausschuss.